Poolbar Blog

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Lass dein Haar herunter

von Illbilly The K.I.T.T.

Immer wieder ertappe ich mich beim Friseur dabei, dass ich unter der Pelerine mein Glied streichle. Ich erzähle das jetzt übrigens, weil es momentan en vogue ist, überall mit peinlichen Geständnissen punkten zu wollen.

Wenn man will, geht das übrigens auch wortlos. Man koche einfach wieder einmal etwas Schönes, zücke dann die Digitalkamera, um anschließend ein schmackhaftes Foto vom fertigen Gericht auf die Social-Network-Plattform seiner Wahl zu stellen. Pfuigacki schaut das meistens aus, was die von der Zubereitungsliebe schon fast erblindeten Augen der Hobbyköche da amateurhaft abfotografieren und durch die digitalen Räume jagen. Manchmal wortlos, manchmal mit komischen Phrasen wie yummy, yum yum oder hmm, lecker, schmecker, Zuckerbäcker versehen, stempeln sich so täglich unzählige Menschen freiwillig zu kulinarästhetischen Verlierern ab. Warum man das tut habe ich bis dato nicht verstanden, ich wünsche mir aber, dass ausgefuchste Datensatzverwerter kommen mögen, um diesen Food-Fotografen die Werbung auf den Leib zu schneidern, die sie verdienen. Sie sollen in Jamie Oliver- und Alfons Schuhbeck-Pop-up-Reklamen untergehen.

Sorry, ich weiß grad gar nicht, warum ich schon wieder so drauf bin. Wahrscheinlich weil es doch tausend schönere Wege gibt, sich öffentlich zum Deppen zu machen. Hab ich zum Beispiel schon erwähnt, dass ich mich beim Friseur immer wieder dabei ertappe, wie ich mein Glied unter der Pelerine streichle? Ja, hab ich. Und das hätte ich aus mehreren Gründen jetzt wohl besser nicht geschrieben. Erstens liegt nun der Verdacht nahe, dass ich ein äußerst schlechtes Kurzzeitgedächtnis habe. So lange ist nämlich der Startsatz dieser Kolumne noch nicht her. Zweitens könnte man sich denken, dass es wohl einen ziemlichen Vollkoffer von Verfasser braucht, um eine rhetorische Frage in einen Text einzuweben, um sie dann gleich eigenhändig zu beantworten. Und drittens erweckt die inhaltlichte Komponente dieser Aussage wieder einmal den Eindruck, bei mir an einen waschechten Perversling geraten zu sein. Aber das stimmt so nicht, denn ich kann nichts dafür.

Jetzt wäre übrigens der letzte Zeitpunkt gekommen, sich nicht noch weiter von der Geständnisspirale in die Tiefe reißen zu lassen, aber he, ich will ja punkten und wenn's leicht geht nicht mit hässlichen Fotos von Essen. Darum hole ich jetzt etwas weiter aus und erkläre feierlich, dass mein doch leicht fehlgeleitetes Triebverhalten am Friseurstuhl wohl aus meiner Kindheit herrührt.

Ich spielte nämlich als kleiner Stoppel immer wieder mal mit Barbiepuppen. Einerseits, um sie auszuziehen und kleine, naivgeile Rudelbumsrunden zu veranstalten, die meist regelrecht in ein schmatzendes Plastik-Baccharal ausarten konnten. Andererseits, um ihnen todschicke Frisuren zu verpassen. So richtig mit Taft und Pomade. Meistens heimlich und alleine, manchmal, wenn ich mich sicher fühlte, auch mit Mädchen. Wenn sich nun also heute, Jahre später, entzückende Friseusen mit ihren Scheren an mich ranpirschen, erregt mich das ungemein. Den Rest geben mir dann leise Hoffnungsanflüge, von weichen Körperteilen gestreift zu werden und die etwas abstruse Vorstellung, dass Spitzenfriseusen ihr Vaginalsekret in kleinen Döschen sammeln und Spezialkunden wie mir als Haarwachs bis tief in die Wurzel runter reinreiben. Ich habe null Geschäftssinn, aber ich glaube, dass ein derartiges Produkt, wenn es einen schönen Namen wie »Créme d'Amour« verpasst bekäme, eventuell zum Verkaufsschlager avancieren könnte. Zumindest aber einem schlecht gehenden, schäbigen Friseursalon ein bisschen mehr an Kundschaft besorgt. Auf Alleinstellungsmerkmale in Nischen kommt es nämlich heutzutage an. Es bringt ja echt nichts mehr, seiner Coiffeur-Stube einen halblustigen Namen wie »Haari Krischna«, »Schnittstelle« oder »KreHAARtiv« zu verpassen - im Gegenteil, das schreckt die Laufkundschaft doch vielmehr ab.

Meiner Lieblingsfriseuse hab ich jedenfalls, nachdem sie sich wieder einmal bei mir beschwert hatte, wie schlecht der Laden doch läuft, diese Idee anvertraut und stieß dabei auf nicht gerade taube Ohren. Zuerst dachte ich ja, dass bedingt durch die Wirtschaftskrisenberichterstattung der letzten Jahre, jeder noch so kleiner Strohhalm, der eventuellen ökonomischen Erfolg verspricht, ergriffen werden will. Aber dann erinnerte ich mich, dass sie mir einmal erzählt hatte, dass sie früher, als sie frisch vom Balkan hier ankam, mit dem Verkauf ihrer getragenen Unterwäsche via Internet ein nettes Zubrot verdiente. Wir haben nämlich ein sehr vertrautes Verhältnis, seit ich sie einmal angepflaumt habe. Ich bemerkte nämlich, dass ich von ihr argwöhnisch gemustert wurde, als ich beim Warten auf den Haarschnitt das Migranten-Magazin »Biber« intensiv studierte. Und so bildete mein grantiges »Da schaust du, was? Der Schwabo liest die Tschuschenpost!« den Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Ob ich denn noch mehr Ideen für ihren Laden hätte, fragte sie und ich musste leider verneinen. Stattdessen blödelte ich herum und stellte fest, dass noch niemand ein Nachtsicht-Monokel erfunden hat und erklärte, wie man die Karriere von Christina Stürmer wieder in Schwung kriegen könnte. »Man muss ihr Repertoire in Richtung Electro-Pop erweitern und ihren Namen anders schreiben. Crystal Stürmer drängt sich förmlich auf. Zudem würden Lederelemente im Outfit den Richtungswechsel noch deutlicher machen.« Wir lachten herzhaft und für einige Momente war ich unter der Pelerine nicht ganz allein. Wachs, Baby, wachs!

Erschienen in The Gap 113

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Ein gewisses jüdisches Etwas

Kuratorenführung im Jüdischen Museum Hohenems mit Katarina Holländer und Hanno Loewy

Am 17. Oktober 2010 wurde im Jüdischen Museum Hohenems eine ungewöhnliche Ausstellung eröffnet: „Ein gewisses jüdisches Etwas" - die erste Ausstellung, die die BesucherInnen des Museums selbst gestaltet haben.

Diesmal erzählt nicht das Museum, was es mit dem Jüdischen auf sich hat, sondern umgekehrt: Das Museum hat das Publikum eingeladen, Dinge und ihre Geschichten mitzubringen. Gefragt waren Gegenstände, mit denen die BesucherInnen irgendetwas Jüdisches verbinden: Gegenstände mit ganz persönlichem Wert, verbunden mit Erinnerungen und Erfahrungen, Ideen und Fantasien.
Dabei spielte es keine Rolle, ob man selber Jüdin oder Christ oder Muslima, konfessionslos, gläubig oder atheistisch ist oder welche Nationalität man hat. Die AusstellungsmacherInnen kommen aus Hohenems genauso wie aus Zürich, aus Wien und Stuttgart, St. Gallen und Frankfurt, Rotterdam und Prag, aus Basel und Kiel, aus Vorarlberg und aus dem gesamten Bodenseeraum.

Innerhalb weniger Stunden entstand daraus eine Installation, die nun noch bis 20. März besucht werden kann.

Eintritt: Euro 7,-/4,-
jm-hohenems.at

Kuratorenführung:
Sonntag, 6. Februar 2011, 11.30 bis 12.30 Uhr

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Artists to Watch 2011: Joyce Muniz

Originally from Sao Paolo, Brazil, and now based in Vienna, Joyce Muniz straddles north and south in both her productions and her DJ sets. She started out collaborating with Viennese downtempo don Stereotyp and Brazilian MC Edu K for Man Recordings, and recent years have found her turning out an unusual fusion of tropical rhythms and jacking house on records for the likes of Sol Selectas and Exploited. Her new single for Exploited, "Bedstories," makes an unexpected (and entirely welcome) foray into deepest, chord-heavy, classic house, with killer remixes from Mr. Ho and Cosmin TRG. Right now she's on tour in Brazil; you can get a taste of her DJ skills on her most recent podcast for Exploited.

Muniz calls her sound "future house"; jack into it below.


What kind of music do you make, and how long have you been doing it for?

I started the first productions with some well-known Viennese producers eight years ago. I did trip hop, downtempo, booty bass and house music. Now I am producing my own beats in the studio. It's hard to define my style but I would say it's future house. Maybe it's only a certain period for me and I go back to my drum & bass roots in the end. Who knows. At the end of the day it's all about music and I wanna keep doing freestyle music.

What projects do you have coming up for 2011? Beyond that, what do you hope to have accomplished by this time next year?

My second single, "Bedstories," is out now on Exploited. I am already working on a new 4-track EP for Exploited, which this time is more work, as I am trying to integrate some well-known vocalists and I am also trying to produce a track for the EP with my own vocals. Futhermore, I did some vocals for Munk's new album The Beat and the Bird (Gomma), which is a collaboration between Mathias Modica and 12 female singers from eight different countries. Right now I am touring in Brazil: Rio, Sao Paolo, Manaus, Porto Allegre... 2011 will be a great year to continue my work: for sure with some changes but at the moment it's too early to say anything about it...

If you had to make one music-related resolution for the new year, what would it be?

Woooh. House is back in all forms. Maybe put some soul in it. Missed it a lot in the last years: for sure with a tropical touch.

Finally, could you tip us off to an up-and-coming artist that you think people should know about?

There is a lot: Matanza, Homework, DJ Smilk, Luthier... especially Luthier, from Brazil... those guys are trouble!

Interview by Beatportal.

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poolbar-Shirt auf Reise

Christina Stürmer schlägt nicht unbedingt in die Kerbe der poolbar-Philosophie, aber beim Motto "von Nischen bis Pop" liegt's dann doch nicht ganz so fern, hier auf selbige hinzuweisen. Und noch vielmehr, wenn Christina Stürmer mit poolbar-Shirt auftritt - im Fernsehen im Rahmen der Österreich-Kampagne von RTLII und darauf kann man doch eigentlich schon stolz sein, oder?

1 Kommentare
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Herwig_bauer_foto_th_wunderlich1___2_
die krischtl hat seit einem jahr eigentlich immer poolbar-shirts an. und selbst noch weiter entfernt von der poolbar-philosophie und noch näher an der peinlichkeit: bei "helden von morgen" hatte sie auch eines an...und das ist - trotzdem - gut so.
bauer, 29.01. 06:47 h

poolbar style: Galerie+Voting online

Ein ganzer (Daten)Berg attraktiver Ideen für den poolbar style 2011 ist schon eingelangt...vielen Dank, wir sind begeistert und freuen uns auf die neue Kollektion des poolbar style 2011.

Hier geht´s zur Galerie der Einreichungen und zum Voting! 

2 Kommentare
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Herwig_bauer_foto_th_wunderlich1___2_
...hat dann gleich wieder funktioniert...danke für den hinweis
bauer, 09.02. 08:05 h
Cara
irgendwie funktioniert heute das system nicht so wirklich.....
gabygal, 08.02. 15:56 h

poolbar style: deadline heute Mitternacht

Ein ganzer (Daten)Berg attraktiver Ideen für den poolbar style 2011 ist schon eingelangt...bis heute um Mitternacht kann noch eingereicht werden.

Wer Projekte einreichen will, meldet sich einfach auf www.poolbar.at an (rechts oben auf der Startseite), klickt dann (wieder rechts oben) auf "ahoi + username" und steigt damit auf seiner/ihrer Profilseite unter "wettbewerbe" ein und legt los.(So ungefähr/im Prinzip werden die Projekte dann präsentiert)

Mehr Infos zum poolbar style award

4 Kommentare
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Herwig_bauer_foto_th_wunderlich1___2_
haalo, wenn du posten kannst, bist du eh schon angemeldet. rechts oben steht jetzt sicher "ahoi, greatmade" mit schwarzem hintergrund > das anklicken und loslegen, bitte
bauer, 28.01. 06:47 h
Userimagesmall
zuerst auf "anmelden" rechts oben klicken und sich einen Account machen (ein Fenster geht auf, Daten eingeben, Mail bekommen + bestätigen) ... dann gibts ein Ahoi + name .. dort eine Rubrik Wettbewerbe .. dort ist auch der Upload zu finden
graf, 27.01. 23:06 h
Userimagesmall
es gibt bei mir kein "ahoi + username"...
greatmade, 27.01. 20:11 h
Userimagesmall
wo ist der Link zum Upload? sorry kann es einfach nicht finden...
greatmade, 27.01. 20:10 h

Anregung zum style-Wettbewerb

Was es nicht alles in einem Secondhand-Shop zu finden gibt! Ein tolles Shirt mit tollem Design zum Beispiel, das uns gerade richtig zum wirklichen Endspurt des style-Wettbewerbs erreichte. Vielleicht ja eine kleine Anregung, bis morgen (27. Jänner 2011) nochmals kreativ zu sein?!

http://poolbar.at/system/asset/filename/4164/styleanregung.jpg
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Film frei! lasterhaft im Wiener MQ

Das von VIS Vienna Independent Shorts produzierte und via Okto ausgestrahlte Kurzfilm-TV-Magazin „Film frei!" feiert demnächst seine 100. Ausgabe. Aufgrund dieses Jubiläums zeigt VIS nun monatlich alle Kurzfilme der jeweils nächsten Sendung vorab und bei freiem Entritt. Die Veranstaltungsreihe startet am 27.1.2011 um 20 Uhr im Raum D des quartier21 im Wiener Museumsquartier.

Die von VIS Vienna Independent Shorts gebotenen filmischen Beiträge verbinden diesmal zwei beliebte Suchtmittel: Kaffee und Zigaretten. Das Programm umfasst sechs Kurzfilme aus den USA, dem Iran, Österreich und Deutschland. Mit dabei ist „A Cigar at the Beach", ein mit 47 Filmpreisen ausgezeichneter Film des US-Regisseurs Stephen Keep Mills. Die 4-minütige deutsche Filmkomödie „Clint" von Philipp Scholz entfacht ein Feuer der Leidenschaft um eine verglimmende Liebe. Zumindest die Beziehung zum Publikum ist hier mit weltweit über 80 Festival-Teilnahmen bereits gefestigt. Zwei noch selten außerhalb der Heimat gezeigte iranische Kurzfilme geben Einblick in das Spannungsfeld aus Tradition und Moderne. Der 18-Minüter „This is Tehran, the Voice of..." von Anoushirvan Masoudi lässt eine Kleinfamilie eine ihr neue Art von Kaffeehaus-Kultur entdecken. Dank Kaveh Ghahreman wird in „Taste of Coffee" das koffeinierte Getränk zum Tor ins Privatleben.

VIS Vienna Independent Shorts ging mit "Film frei!" am 1. Dezember 2005 bei dem Community-Kanal Okto zum ersten Mal auf Sendung. Seither bietet dieses Magazin monatlich ein unter einem übergeordneten Thema stehendes Kurzfilmprogramm. Um die Zeit zum nächsten Festival zu verkürzen kann „Film frei!" nun gemeinschaftlich im Raum D konsumiert werden. Zusätzlich lädt die Kurzfilm- Bar zum Verweilen ein. An die Kinosessel wird auf Wunsch Eiskaffee serviert, doch um in den Genuss einer Pausenzigarette zu kommen muss in den Hof des MuseumsQuartiers ausgewichen werden.

viennashorts.com

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Wir zeigen mit dem Finger auf: Niki Lauda

Es ist zwar ein bisschen Off-Topic und hat nichts mit dem poolbar-Festival zu tun. Trotzdem wollen wir sagen, dass uns nicht gefällt, was Herr Lauda in Sachen Alfons Heider und Dancing Stars von sich gibt und weisen für alle Web 2.0-Affinen auf folgende Facebook-Seite hin.

Gegen homophobe Einstellungen von Niki Lauda

Hintergrund zum Nachlesen auf diestandard.at.

http://poolbar.at/system/asset/filename/4156/rainbow_flag.jpg
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Herzglut & Schneestern

LINE UP
Mik Maroo myspace.com/mikmaroo
Dj Leo

ELEKTROSEXUELLES LIVE SET

Gudrun von Laxenburg Vienna gudrunvonlaxenburg.com

Gleichschritt gleichschritt.ch
DJ Shaggy

LIVE VISUAL PERFORMANCES
bildstörung.ch
Gehirnmassagen und visuelle Stimulanzien

VORGLÜHEN IN DER RIO BAR
ab 19:00 riozurich.ch
Gessneralle 17, 8001 Zürich

Abfahrtszeiten Shuttle ab Rio Bar ins Jetlag24: 22.00, 23.30, 01:00, 04:30, 06:00

VORGLÜHEN im JETLAG24

ab 19:00 jetlag24.ch
http://poolbar.at/system/asset/filename/4153/herzglut.jpg
Eintritt 35 CHF

4. Februar
JETLAG24
Birkenstraße 51
6343 Rotkreuz
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